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Die Skala zeigt die durchschnittliche Änderung der Probanden des IFAA - Institut für angewandte Augenpsychosomatik vor und nach der Therapie in der Zeit von 1996-2002 bei einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 6x 1Stunde.

Der Giessen Test (GT) wurde den Probanden vor Beginn der Therapie und nach Beendigung vorgegeben. Selbstverständlich auf freiwilliger Basis.

Der GT ist ein Persönlichkeitstest, der Ängstlichkeit, Depressivität genauso abfragt, wie Phantasie, Durchhaltefähigkeit, Selbstkritik und Durchlässigkeit. Außerdem fordert die Mehrzahl der Items eine Aussage des Probanden über seine sozialen Beziehungen.

Der Proband stellt sich im Giessen Test so dar,
1. wie er sich selbst sehen möchte,
2. wie er sich selbst sehen darf, und
3. wie er vom Partner bzw. der Gruppe gesehen werden möchte.

Erklärung der Skalen:

Skala 1 (Soziale Resonanz)
unterteilt in negative soziale Resonanz (unattraktiv, unbeliebt, mißachtet, kritisiert ..) und positive soziale Resonanz (anziehend, beliebt, geachtet, geschätzt ..), d.h. je höher die Werte umso unbeliebter

Skala 2 ( Dominanz)
unterteilt dominant (eigensinnig, gern dominierend, häufig in Auseinandersetzungen verstrickt, ungeduldig ..) und gefügig (unterordnend, fügsam, geduldig ..), d.h. je höher die Werte umso dominanter

Skala 3 (Kontrolle)
unterteilt in unkontrolliert (unbegabt mit Geld umzugehen, bequem, unordentlich, unstetig, ausgelassen ..) und zwanghaft (begabt mit Geld umzugehen, übereifrig, ordentlich, stetig, unfähig zum Ausgelassensein ..), d.h. je höher die Werte umso kontrollierter

Skala 4 (Grundstimmung)
unterteilt in hypomanisch (selten bedrückt, wenig ängstlich, kaum selbstkritisch, eher unabhängig ..) und depressiv (häufig bedrückt, stark zur Selbstreflexion neigend, sehr ängstlich, sehr selbstkritisch, eher abhängig ..), d.h. je höher die Werte umso depressiver.

Skala 5 (Durchlässigkeit)
unterteilt in durchlässig (aufgeschlossen, anderen nahe, eher vertrauensselig ..) und retentiv ( verschlossen, anderen fern, zurückhaltend, eher mißtrauisch ..), d.h. je höher die Werte umso verschlossener.

Skala 6 (Soziale Potenz)
unterteilt in sozial potent (gesellig, unbefangen, phantasiereich ..) und sozial impotent (ungesellig, befangen, phantasiearm ..), d.h. je höher die Werte umso ungeselliger.

Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die Probanden nach Beendigung der Therapie als etwas geschätzter und geachteter einstufen, weiters als etwas dominanter (wobei sie gemessen an der Durchschnittsbevölkerung am Beginn der Therapie als sehr gefügig einzustufen sind, sie sich also der Durchschnittsbevölkerung annähern), gemessen an der Durchschnittsbevölkerung vor und nach der Therapie eher kontrolliert sind, sich deutlich weniger depressiv, aufgeschlossener und geselliger erleben.